19.Februar 2010

Die große Hartz IV Diskussion

Bekommen Arbeitslose nun zu viel oder zu wenig Geld vom Staat, werden Kinder ausreichend unterstützt und was ist zumutbare Beschäftigung? Es wird geredet, beschlossen, gestritten und scheint immer verworrener zu werden.
Wollen Sie einmal einen Blick aus Tierkreiszeichensicht auf die Schlamassel-Debatte werfen und verschiedene Ansichten kennenlernen? Dann schauen Sie unter www.kostenlos-horoskop.de/horoskop/hartziv
Renate Beiermeister in Allgemein, Politik, Unterhaltung.
7.Februar 2010

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ‘ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ‘ne Birn.«


So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ‘ne Beer?«


So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn’ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.


Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ‘ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew’ di ‘ne Birn.«


So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.


 
 

 

 

Renate Beiermeister in Allgemein, Gedichte.
6.Januar 2010

Lächerliche Fitness-Übung

 

In zwei Minuten wollen Sie die wohltuende Wirkung von einer Dreiviertelstunde Jogging oder Walking erreichen? Das ist doch lachhaft!

Was könnte sich denn schon genauso positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken, ohne dass der Hintern aus dem Sessel gehoben werden muss, das soll wohl ein Witz sein!

Beim Gehen oder Laufen atmet man intensiver – aus dem Bauch heraus, damit wird die Lunge mit reichlich Sauerstoff versorgt, der Stoffwechsel aktiviert und Cholesterin abgebaut. Der Herzschlag erhöht sich, pegelt sich aber samt Blutdruck schnell auf „normal“ ein und stabilisiert sich, damit bleiben Blutgefäße weich und elastisch.

 

Und wie kriegt man jetzt den selben Effekt in Hausschlappen und entspannter Bequemlichkeit?

Es ist wahrhaft zum Lachen – durch Gelächter.

 

Lachen ist gesund, eine alte Weisheit neu belegt durch den Lachforscher William F. Fry.

Zwei Minuten Lachen fördert die Gesundheit auf die gleiche Weise wie oben genanntes Ausdauertraining, wer sich richtig schlapp lacht, der beschäftigt sogar bis zu 80 Muskeln des Körpers und Stress-Abbau gibt’s als Zugabe. Nun mal ganz ehrlich, die lächerlich kurze Zeitspanne für herzhaftes Gelächter kann doch jeder einplanen, auch wenn er sonst nichts zu lachen hat.

Renate Beiermeister in Gesundheit, Spaß, Stress.
2.Januar 2010

Zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen.
Der alte Zwist sei ausgeglichen
Und ausgetilgt der alte Fluch.
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
Ein frisches Blatt im Lebensbuch!

Zum neuen Jahr ein neues Hoffen!
Die Erde wird noch immer wieder grün.
Auch dieser März bringt Lerchenlieder.
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder.
Auch dieses Jahr lässt Freuden blühn.
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen.
Die Erde wird noch immer grün.

Karl Gerok (1815-1890)

Renate Beiermeister in Allgemein.
28.Dezember 2009

Der gefallene Engel

Der kleine Alwin hatte das brave Engelchen-Dasein gründlich satt. Hier ein bisschen Wolken schieben, da ein wenig Sterne schubsen und zur Kehrwoche den Staub aus der Milchstraße pusten war ihm mit der Zeit - dass die Ewigkeit aber auch so lange dauern muss – doch arg öde geworden. Eines Tages hat er sich neugierig ganz weit über den Himmelsrand gebeugt, ist vornübergekippt und heftig schwingenflatternd auf einem kleinstädtischen Marktplatz aufgeklatscht. Da saß er nun ganz verdattert eine Weile zwischen den flügellosen Wesen, die ihn in der vorweihnachtlichen Hektik nicht einmal bemerkten und dachte sich schließlich: „Wo ich schon mal hier bin, könnte ich beruflich umsatteln und Mensch werden, so schwer kann das nicht sein, wenn Milliarden es hinkriegen, schaffe ich es auch. Ich muß nur einfach zugucken und üben.“ So steigt er als Lehrling in den weltlichen Betrieb ein und durchläuft die Ausbildungsstationen, fängt als Bodenschatz an und schleift sich zum Diamanten.

 

Wie es weitergeht? Das erfährt jeder, der Engel Alwin begleiten will. Viel Spaß.

Kreativ im Web