Reizdarm
Colon irritabile - Ursachen und Hilfen
Ungefähr jeder zweite Magen- Darmpatient und circa jeder dritte unserer Mitmenschen leidet an den bekannten Reizdarmbeschwerden:
- Schmerzen und Krämpfe im Bauch
- Blähungen, Rumoren und Winde
- Durchfall oder Verstopfung oder abwechselnd beides
Es gibt grobe Unterteilungen in
vorwiegend Bläh-, Schmerz-, Obstipations- oder Durchfalltyp.
Allen gemeinsam ist, daß die verschiedenen Untersuchungen wie z. B. Darmspiegelungen, Schilddrüsenfunktions- und Blutuntersuchungen keinen Hinweis auf organische Ursachen ergeben haben. Obwohl es sich also „nur“ um eine funktionelle Störung handelt und kein sichtbarer Schaden vorliegt, leiden die Betroffenen unter den lästigen und belastenden Symptomen.
Häufig sind die Beschwerden eine Antwort des Körpers auf psychische Belastungen wie Stress, Ärger oder Angst, dann ist es hilfreich „die Sprache des Körpers zu verstehen“. Oft ist das Krankheitsbild auch eine Reaktion auf bestimmte Lebensmittel oder eine Darmflorastörung.
Eine eindeutige Entstehungsursache gibt es nicht, es spielen bei fast allen Patienten sowohl körperliche wie psychische Komponenten eine Rolle dabei, die Beschwerden zu entwickeln, zu fördern und aufrechtzuerhalten (s. Psychosomatik). Es geht für die Betroffenen darum, die seelischen und leiblichen Belastungen zu verhindern, abzuschwächen oder den Umgang mit ihrer Krankheit so zu verändern, daß sie damit leben können, aber nicht darunter leiden müssen.
Erleichterung oder Beschwerdefreiheit erreichen Reizdarmpatienten unter anderem durch folgende Be-Handlungsmöglichkeiten:
- Veränderung von ungünstigen Bedingungen (Gewohnheiten, Einstellungen, Überforderung)
- Regelmäßige Bewegung zur Verdauungsförderung
- Entspannungsübungen
- Ernährungsumstellung, wenn Nahrungsunverträglichkeiten bestehen
- Beratung und Informationsvermittlung
- Gesprächstherapie, um Zusammenhänge und somit Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln
- Pflanzliche Heilmittel und Medikamente mit verschiedenen Ansatzpunkten (Darm, Schmerz, Psyche)
