6.Januar 2010

Lächerliche Fitness-Übung

 

In zwei Minuten wollen Sie die wohltuende Wirkung von einer Dreiviertelstunde Jogging oder Walking erreichen? Das ist doch lachhaft!

Was könnte sich denn schon genauso positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken, ohne dass der Hintern aus dem Sessel gehoben werden muss, das soll wohl ein Witz sein!

Beim Gehen oder Laufen atmet man intensiver – aus dem Bauch heraus, damit wird die Lunge mit reichlich Sauerstoff versorgt, der Stoffwechsel aktiviert und Cholesterin abgebaut. Der Herzschlag erhöht sich, pegelt sich aber samt Blutdruck schnell auf „normal“ ein und stabilisiert sich, damit bleiben Blutgefäße weich und elastisch.

 

Und wie kriegt man jetzt den selben Effekt in Hausschlappen und entspannter Bequemlichkeit?

Es ist wahrhaft zum Lachen – durch Gelächter.

 

Lachen ist gesund, eine alte Weisheit neu belegt durch den Lachforscher William F. Fry.

Zwei Minuten Lachen fördert die Gesundheit auf die gleiche Weise wie oben genanntes Ausdauertraining, wer sich richtig schlapp lacht, der beschäftigt sogar bis zu 80 Muskeln des Körpers und Stress-Abbau gibt’s als Zugabe. Nun mal ganz ehrlich, die lächerlich kurze Zeitspanne für herzhaftes Gelächter kann doch jeder einplanen, auch wenn er sonst nichts zu lachen hat.

Renate Beiermeister in Gesundheit, Spaß, Stress.
2.Januar 2010

Zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen.
Der alte Zwist sei ausgeglichen
Und ausgetilgt der alte Fluch.
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
Ein frisches Blatt im Lebensbuch!

Zum neuen Jahr ein neues Hoffen!
Die Erde wird noch immer wieder grün.
Auch dieser März bringt Lerchenlieder.
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder.
Auch dieses Jahr lässt Freuden blühn.
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen.
Die Erde wird noch immer grün.

Karl Gerok (1815-1890)

Renate Beiermeister in Allgemein.
28.Dezember 2009

Der gefallene Engel

Der kleine Alwin hatte das brave Engelchen-Dasein gründlich satt. Hier ein bisschen Wolken schieben, da ein wenig Sterne schubsen und zur Kehrwoche den Staub aus der Milchstraße pusten war ihm mit der Zeit - dass die Ewigkeit aber auch so lange dauern muss – doch arg öde geworden. Eines Tages hat er sich neugierig ganz weit über den Himmelsrand gebeugt, ist vornübergekippt und heftig schwingenflatternd auf einem kleinstädtischen Marktplatz aufgeklatscht. Da saß er nun ganz verdattert eine Weile zwischen den flügellosen Wesen, die ihn in der vorweihnachtlichen Hektik nicht einmal bemerkten und dachte sich schließlich: „Wo ich schon mal hier bin, könnte ich beruflich umsatteln und Mensch werden, so schwer kann das nicht sein, wenn Milliarden es hinkriegen, schaffe ich es auch. Ich muß nur einfach zugucken und üben.“ So steigt er als Lehrling in den weltlichen Betrieb ein und durchläuft die Ausbildungsstationen, fängt als Bodenschatz an und schleift sich zum Diamanten.

 

Wie es weitergeht? Das erfährt jeder, der Engel Alwin begleiten will. Viel Spaß.

5.Dezember 2009

Be(un)sinnliches zum Nikolaustag

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
s’ ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

(Vicco v. Bülow alias Loriot)

 

 

 

 

 

3.Dezember 2009

Zauberhafte Kugel

Nicht nur zur Weihnachtszeit sind goldene Kugeln ein schöner Anblick.

                                                                

Diese hier ist voller Magie - viel Spaß mit der Zauberkugel.

Renate Beiermeister in Magie, Spannung, Spaß, Vergnügen, Zauber.
Kreativ im Web